
Xerxes I.
Achämenidischer König (ca. 519–465 v. Chr.), Sohn des Dareios, der den großen Feldzug gegen Griechenland anführte und die Schlachten bei den Thermopylen und Salamis schlug.
Im Kontext lesen →Biografie
Xerxes I. (ca. 519–465 v. Chr.), der vierte achämenidische König der Könige, war der Sohn des Dareios I. und der Atossa (Tochter des Kyros), wodurch er von beiden Begründern der persischen Macht abstammte. Er folgte 486 v. Chr. seinem Vater nach, unterdrückte Aufstände in Ägypten und Babylon und ist vor allem für seine gewaltige Invasion Griechenlands im Jahr 480 v. Chr. bekannt – die Feldzüge von Thermopylen, Salamis und Plataiai –, die letztlich scheiterte und die persische Westexpansion zum Stillstand brachte. Seine späteren Jahre widmete er monumentalen Bauten in Persepolis und vollendete das Tor aller Länder, bevor er 465 v. Chr. in einer Palastverschwörung ermordet wurde und von Artaxerxes I. beerbt wurde. Eine bemerkenswerte Nuance ist, dass das düstere Bild des Xerxes in den griechischen Quellen (Herodot, Aischylos' Perser) feindselig ist und vom griechischen Siegesnarrativ geprägt wurde, während persische und babylonische Zeugnisse einen konventionelleren, fähigen Monarchen zeigen.
Zitate & Überlieferungen
«I am Xerxes, the great king, king of kings, king in this great earth far and wide, son of Darius the king, an Achaemenid.»
«Thou who shalt be hereafter, if thou shalt think 'Happy may I be when living, and blessed when dead,' have respect for that law which Ahuramazda has established.»
Verwandte Einträge
Quellen
- Encyclopaedia Iranica, "Xerxes"
- Encyclopaedia Britannica, "Xerxes I"
- Herodotus, Histories, Books 7–8 (read critically)