بیدار
Shah Ismail I
Künstlerische Rekonstruktion — kein Abbild
Person

Schah Ismail I.

شاه اسماعیل یکم· 1487–1524
Begründer des safawidischen Iran

Gründer der Safawiden-Dynastie (reg. 1501–1524), der die Zwölfer-Schia zur Staatsreligion Irans machte; seine Niederlage bei Tschaldiran stoppte seine Expansion.

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Biografie

Ismail I. (1487–1524) war der Begründer und erste Schah der Safawiden-Dynastie – ein Jüngling von gemischter turkmenischer, kurdischer, griechischer und georgischer Abstammung, der 1501 im Alter von etwa vierzehn Jahren Täbris als Oberhaupt des militanten Safawiyya-Sufiordens und seiner Kizilbasch-Anhänger einnahm. Er erhob die Zwölfer-Schia zur offiziellen Staatsreligion, ein umwälzender Akt, der den Iran dauerhaft von seinen sunnitischen osmanischen und usbekischen Nachbarn abhob und ein Fundament des modernen iranischen Staates legte. Von seinen Kizilbasch als nahezu göttliche Gestalt verehrt, verfasste er auch mystische Dichtung in aserbaidschanischem Türkisch unter dem Pseudonym 'Chatai'. Seine Aura der Unbesiegbarkeit wurde in der Schlacht von Tschaldiran (1514) zerstört, in der die osmanische Artillerie und Feuerwaffen unter Selim I. seine Reiterei vernichteten. Eine bemerkenswerte Nuance ist, dass Forscher darüber streiten, wie wahrhaft 'iranisch-national' sein Projekt war im Gegensatz zu einer millenaristischen turkmenischen religiösen Bewegung, und Tschaldiran als psychologischen Wendepunkt lesen, der ihn für sein letztes Jahrzehnt zurückgezogen zurückließ.

Zitate & Überlieferungen

«My name is Shah Ismail, leader of all the warriors (ghazis). (from the Divan under the pen-name 'Khata'i')»
Divan of Shah Ismail I (pen-name Khata'i), early 16th c.

Quellen

  • Roger Savory, Iran under the Safavids (Cambridge University Press)
  • Encyclopaedia Iranica, "Esmāʿīl I Ṣafawī"
  • Encyclopaedia Britannica, "Ismail I"