
Rumi
Der große persische Dichter und Mystiker (1207–1273), Verfasser des Masnavi, eine der einflussreichsten Gestalten der Weltliteratur und des Sufismus.
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Dschalal ad-Din Mohammad Rumi, bekannt als Mowlana und Rumi (1207–1273), war ein persischsprachiger Dichter, Rechtsgelehrter und Sufi-Mystiker, dessen Familie aus Balch stammte und vor dem mongolischen Vormarsch (ca. 1218) nach Westen zog, um sich schließlich in Konya in Anatolien (Rum, daher „Rumi“) niederzulassen. Er folgte seinem Vater als religiöser Lehrer nach, doch sein Leben wurde um 1244 durch seine Begegnung mit dem wandernden Derwisch Schams-e Tabrizi verwandelt, die seine Hinwendung zur ekstatischen Dichtung auslöste. Seine Hauptwerke sind das Masnavi-ye Maʿnavi (rund 25.000 Verspaare lehrhafter mystischer Erzählung, die er seinem Schüler Hosam ad-Din diktierte) und der lyrische Diwan-e Schams-e Tabrizi, und er inspirierte den Mevlevi-Orden („drehende Derwische“), der nach seinem Tod von seinen Anhängern gegründet wurde. Ein umstrittener moderner Punkt ist seine kulturelle „Zugehörigkeit“ – Iran, die Türkei und Afghanistan beanspruchen ihn jeweils für sich –, und sein populäres westliches Bild spielt häufig die islamische und koranische Verankerung seines Werks herunter.
Zitate & Überlieferungen
«Listen to this reed, how it complains; it tells a tale of separations.»
«Come, come, whoever you are, come; though you be an unbeliever, a fire-worshipper, or an idolater, come.»
Verwandte Einträge
Erscheint auch in
Quellen
- Encyclopaedia Iranica, "Rumi, Jalāl-al-Din"
- Encyclopaedia Britannica, "Rumi"
- Franklin Lewis, Rumi: Past and Present, East and West (2000)