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Künstlerische Rekonstruktion — kein Abbild
Person

Rudaki

رودکی· c. 858–941 CE
Vater der persischen Dichtung

Der erste große Dichter des Neupersischen (ca. 858–941) am Hof der Samaniden, genannt der 'Vater der persischen Dichtung'.

Im Kontext lesen

Auf einen Blick

Field
Court poetry (qasida, ghazal, ruba'i)
Era
Samanid era (Iranian Intermezzo)
Key work
'Bu-ye Ju-ye Muliyan' ode and surviving Divan fragments
Birthplace
Rudak, near Samarkand

Biografie

Abu Abdollah Dscha'far ibn Muhammad Rudaki (ca. 858–941 n. Chr.) aus dem Dorf Rudak bei Samarkand ist der erste große Dichter des Neupersischen (Dari), dessen Werk in nennenswertem Umfang erhalten ist, und wird daher als „Adam der Dichter“ und „Vater der persischen Dichtung“ bezeichnet. Er war der gefeierte Hofdichter der Samaniden in Buchara und genoss hohes Ansehen beim samanidischen Emir Nasr ibn Ahmad und dessen gelehrtem Wesir; er soll reiche Belohnungen und Reichtum erlangt haben. Rudaki wirkte in vielen Gedichtformen – Qaside, Ghasel, Rubai und Qit'a – und legte den Grundstein des samanidischen (chorasanischen) Stils mit einer schlichten, klaren, kraftvollen und frischen Sprache, die für spätere Dichter zum Vorbild wurde. Von den vielen Tausend ihm zugeschriebenen Versen ist nur ein kleiner Teil erhalten, darunter die berühmte Ode „Der Duft des Muliyan-Baches“ (Bu-ye Dschu-ye Muliyan). Ein umstrittener Punkt ist seine Blindheit: Eine lange Überlieferung besagt, er sei von Geburt an blind oder im hohen Alter erblindet gewesen, doch eine im 20. Jahrhundert durchgeführte Untersuchung von Überresten, die man für die seinen hielt, deutete auf Anzeichen einer späten Erblindung hin – ein Befund, der selbst unsicher ist und unter Wissenschaftlern diskutiert wird.

Zitate & Überlieferungen

«The scent of the Muliyan stream comes wafting; the memory of the kind beloved comes to mind.»
Rudaki, 'Bu-ye Ju-ye Muliyan'

Quellen

  • Encyclopaedia Iranica, "Rūdakī, Abū ʿAbd-Allāh Jaʿfar"
  • Encyclopaedia Britannica, "Rudaki"
  • Jan Rypka, History of Iranian Literature (1968)